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Die Bestattungskultur ist in stetem Wandel – was das für unsere Region, für die „Pietät“ Marktredwitz und auch ganz konkret für Sie bedeutet, darüber informieren wir Sie hier in regelmäßigen Abständen!

Ist der Bestatter seriös und können wir ihm vertrauen? Passt er wirklich zu uns und geht er auf unsere individuellen Wünsche ein? So oder so ähnlich lauten die Fragen von Angehörigen auf der Suche nach einem Bestattungshaus. Bestatter ist eben nicht gleich Bestatter und ein Abschied ist ein einmaliger Moment, der später nicht einfach wiederholt werden kann.

Auch müssen Angehörige in einem Trauerfall schnell handeln und haben häufig gar keine Zeit, sich in Ruhe nach einem Bestatter umzusehen. Wer heute einen Bestatter sucht, vertraut eher einer Empfehlung aus dem Freundeskreis oder anderer Betroffener als einer Anzeige in der Tageszeitung oder einem Flyer.

Kundenstimmen geben Orientierung

Und was ist, wenn man als Angehöriger die Beerdigung aus der Ferne organisieren muss und vor Ort niemanden hat, den man nach einer Empfehlung fragen kann? Sie kennen das sicher von sich selbst: Wenn Sie sich über ein Produkt oder eine Dienstleitung informieren, schauen Sie auf Kundenstimmen – sie geben Ihnen einen Einblick in die Erfahrungen mit einem Unternehmen. Offen und ehrlich, einfach geradeheraus.

Wurden Sie in einem Trauerfall oder bei einer Bestattungsvorsorge von einem Bestatter begleitet?

Dann erzählen Sie von Ihren Erfahrungen und bewerten Sie den Bestatter auf Google, falls möglich auf seiner Website oder empfehlen Sie ihn auf Facebook. So helfen Sie Trauernden in einer Ausnahmesituation eine schnelle und gute Entscheidung zu treffen!

Autorin:
Ramona Peglow
Foto:
pixabay.com/geralt

Der letzte Atemzug, das sanfte Entschlafen, die Abberufung durch Gott – Menschen sind einfallsreich darin, über den Tod und das Sterben zu reden, ohne die entscheidenden Worte in den Mund zu nehmen. Aber wie äußert sich das? Der Versuch einer Annäherung.

Eigentlich führen wir den Tod und das Sterben ja dauernd im Munde: Wir schlagen Zeit tot, der eine Krimi ist sterbenslangweilig, bei dem anderen lachen wir uns tot, einen Blick auf das Passfoto im Führerschein gibt es nur über unsere Leiche – und am Ende des Tages hängt sich dann noch unser Computer auf. Und dann plötzlich: Ein Bekannter ist unheilbar krank. Eine junge Kollegin hatte einen schweren Unfall. Ein kleines Kind aus der Nachbarschaft ist beim Spielen verunglückt. Wir haben das Bedürfnis, uns mit anderen darüber auszutauschen. „Er liegt im Sterben“. „Sie ist tot“. Es kommt uns einfach nicht über die Lippen. Es klingt hart und endgültig und führt uns unsere Hilflosigkeit vor Augen: Warum er oder sie? Warum jetzt? Warum so früh?

Totschweigen ist keine Lösung

Wir haben drei Optionen. Eigentlich nur zwei, denn totschweigen gilt nicht. Wir müssen reden! Wir können die Sache also umschreiben und verschleiern, um ihr nicht ins Auge blicken zu müssen. Er hat es bald geschafft und wird von seinem Leiden erlöst sein. Sie konnte nicht gerettet werden und ist ihren Verletzungen erlegen, das Kinderlachen ist verstummt. Poetischer dann noch die Traueranzeigen, Nachrufe oder Kondolenzen: Da sind Lebenswege oder Reisen zu Ende gegangen und Blumen verblüht. Ein Mensch ist entschlafen, sein Herz schlägt nicht mehr, das Auge sieht nicht mehr und der letzte Atemzug oder Seufzer ist getan. Da hat Gott jemanden zu sich gerufen, oder in leicht militärischer Abwandlung abberufen. Reine Selbsttäuschungen.

Verschleiern oder die Stirn bieten?

Menschen, die einschlafen, wachen wieder auf. Nach dem Ende einer Reise folgen weitere Reisen und ein Lachen, das verstummt, kann schon kurz darauf wieder erklingen. Der Tod aber ist endgültig. Es gibt kein Zurück. Und vor allem: Es kann jeden treffen, auch in unserem noch engeren Umfeld, auch uns selbst. Die Angst genau davor ist es vielleicht auch, die uns neben dem Versuch, etwas Tröstliches oder zumindest eine Erklärung zu finden, zu Euphemismen greifen lässt.

Die zweite verbleibende Option, Schmerz und Angst zu begegnen, folgt dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Da wird dann verreckt, krepiert und abgenippelt. Da beißen nicht nur Gärtner ins Gras, Köche und andere geben den Löffel ab, auch Nicht-Weidmänner gehen in die ewigen Jagdgründe ein und selbst Menschen ohne geistliche Ausbildung können das Zeitliche segnen. Es gibt ganze Hitlisten mit derartigen Formulierungen.

Wir sollten nicht den Stab über Menschen brechen, die sich derartig äußern, ein jeder muss seinen Weg finden. Eines jedoch sollten wir bedenken: Das eigentliche Problem lösen wir damit nicht.

Wir müssen lernen mit dem Tod zu leben

Wenn wir Trauer und Ängste wirklich überwinden wollen, sollten wir die Dinge beim Namen nennen. Genau aus diesem Grund sind übrigens Rettungs- oder Sicherheitskräfte angehalten, nicht zu beschönigen oder zu umschreiben, wenn sie Menschen über den Tod eines Angehörigen informieren. Also, nur keine Hemmungen: Reden Sie über den Tod – mit Familie, Freunden oder mit Menschen, die sich viel mit diesem Thema beschäftigen.

Autorin:
Sabine Fett
Foto:
pixabay.com/ MirceaIancu_CandidShots

Wie erkenne ich einen guten Bestatter? Wer bestimmt, welcher Bestatter meinen Angehörigen beerdigt? Darf ich einen Verstorbenen überhaupt berühren? Wer muss für die Beerdigungskosten aufkommen? Hier finden Sie Antworten auf 4 häufig gestellte Fragen.

Wie erkenne ich einen guten Bestatter?

Bestattung ist Vertrauenssache – einen guten Bestatter erkennen Sie an der Qualifikation, aber auch und vor allem daran, dass er Ihnen gegenüber in allen Belangen transparent arbeitet. Ein seriöser Bestatter erstellt Ihnen einen aussagekräftigen Kostenvoranschlag und gibt Ihnen die Möglichkeit, ihn zunächst noch mit einem anderen Bestatter zu vergleichen.

Fragen Sie auch, ob Sie einen Blick in die Versorgungsräumlichkeiten werfen dürfen und wie weit Sie sich persönlich in die Bestattung einbringen können. Zu guter Letzt, erkundigen Sie sich im Bekanntenkreis, welche Erfahrungen gemacht wurden – und nicht zu vergessen: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.

Wer bestimmt, welcher Bestatter meinen Angehörigen beerdigt?

Sofern zu Lebzeiten kein Vorsorgevertrag mit einem bestimmten Bestatter abgeschlossen wurde, können Sie als bestattungspflichtiger Angehöriger einen Bestatter Ihrer Wahl beauftragen.

Bei Unfalltod informiert zunächst die Polizei einen Bestatter nach eigenem Ermessen. Ebenso wie beim Tod im Hospiz oder Krankenhaus, können Sie jedoch später noch einen Bestatter Ihrer Wahl beauftragen, den Verstorbenen zu sich zu überführen und alle weiteren Schritte vorzunehmen. Und das völlig unabhängig von Ihrem Wohnort oder dem Wohnsitz des Verstorbenen.

Darf ich einen Verstorbenen überhaupt berühren?

Ja, in der Regel ist es vollkommen ungefährlich, einen Toten zu berühren. Nur wenn die verstorbene Person zuletzt eine gefährliche, ansteckende Krankheit hatte, sodass Sie bereits zu Lebzeiten keinen direkten Kontakt mehr haben konnten, sollten Sie auch nach dem Tod von Berührungen absehen. Im Zweifel erkundigen Sie sich in diesem Fall beim zuletzt behandelnden Arzt.

Wenn Sie sich jetzt fragen: Und was ist mit dem Leichengift? Keine Sorge, das gibt es gar nicht! Als „Leichengift“ werden fälschlicherweise die Ptomaine bezeichnet, die bei einsetzender Verwesung freigesetzt werden. Sie sind verantwortlich für den Leichengeruch, der bei einigen Verstorbenen auftritt, haben jedoch keine gesundheitsgefährdende Wirkung.

Wer muss für die Beerdigungskosten aufkommen?

Die Kosten der Bestattung muss der Bestattungspflichtige tragen. Und das sind in der Rangfolge der Ehegatte, der Lebenspartner, die volljährigen Kinder, die Eltern, die volljährigen Geschwister, die Großeltern oder die volljährigen Enkelkinder.

Sollten alle Bestattungspflichtigen ein Einkommen unterhalb des Sozialhilfesatzes haben, kann beim zuständigen Sozialamt ein Antrag auf Bestattungsbeihilfe gestellt werden. Bewilligt die Behörde die volle Beihilfe, wird nach einem festgelegten Satz die kostengünstigste Beerdigung durchgeführt.

Autorin:
Sabine Fett
Foto:
pixabay.com/geralt